Barrierefreies Webdesign bedeutet, dass beim Gestalten, Schreiben und Programmieren von Webseiten auf die Belange und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung Rücksicht genommen wird.
Vor allem Bundesbehörden und die meisten Landesbehörden sind bereits jetzt dazu verpflichtet Ihre Webseiten barrierefrei im Sinne der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) zu gestalten.
Aber auch für Private ist es sinnvoll auf barrierefreie Webseiten zu setzen. In Deutschland leben zur Zeit ca. 8,1% Schwerbehinderte. Aber nicht nur für diese, sondern auch für Menschen mit leichten Behinderungen (beispielsweise eine leichte Sehschwäche), kann eine barrierefreie Webseite deutliche Erleichterung und damit Zufriedenheit über das Webangebot schaffen.
Eine Micorsoft-Studie aus dem Jahr 2004 unter Berufstätigen hat ermittelt, dass ca. 9% der Computernutzer starke und 17% leichte Schwierigkeiten beim Sehen haben. 5% der Nutzer haben grosse und 19% leichte Schwierigkeiten bei der Feinmotorik. Die Studie geht davon aus, dass ca. 60% aller berufstätigen Personen von barrierefreier Informationstechnik profitieren.
Hinzu kommt, dass viele der Barrierefreiheitskriterien, nicht allein spezifische Bedürfnisse von Behinderten berücksichtigen, sondern auch Masstäbe aufstellen, welche die Gebrauchstauglichkeit sowie die Zugänglichkeit mit alternativer Software (beispielsweise: alten Browsern, Handy-/PDA-Browser, Text-Browser, Screenreader und Brailezeile) einer Webseite erhöhen.
Um eine Webseite barrierefrei zu gestalten, berücksichtigen wir vollständig die BITV und - soweit sinnvoll - die aktuellen Richtlinien des W3C sowie anerkannter Barrierefreiheitsexperten und Barrierefreiheitsorganisationen zur Umsetzung barrierefreier Webseiten.